Erste Störer zur Bundestagswahl 2013

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Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.

Loriot

Offensichtlich hat die ›heiße Wahlkampfphase‹ begonnen, denn die Innenstädte füllen sich mit Wahlplakaten, auf denen die Parteien um die Gunst der Wählerinnen und Wähler buhlen. Wie bei jeder Wahl wurden die Plakate bereits nach recht kurzer Zeit ausführlich behandelt, eingehend betrachtet und anhand ihres inhaltlichen und stilistischen Wertes bemessen. Wenn auch nicht von mir.

Vorbei sind allerdings die Zeiten des mehr oder minder kreativen »C wie Zukunft«. 1 Die Lage ist in diesem Jahr so schlecht, dass selbst Satire an ihre Grenzen stößt. Und: Wie nicht anders zu erwarten, übertrat auch in diesem Jahr die CDU die Grenze zur Beliebigkeit. Das alles ist bereits bestens bekannt. Weniger bekannt ist allerdings – und ich liebe diese Art des Protests! – die Möglichkeit des taktischen Anbringens von Störern.

Worum es dabei geht und weshalb das lustig ist – klick.

Hokei, bevor ich zum eigentlichen Thema schreite, noch ein paar Worte zum rechten Rand des Spektrums. In diesem Jahr zum ersten Mal dabei ist die AfD, die »Alternative für Deutschland«. Wer bisher daran Zweifel hatte, dass diese Partei mit Naziparolen wirbt, dem sei ein Blick auf dieses Plakat angeboten. Mit solchem Unsinn warb bisher nur die NPD. Was übrigens mit Plakaten dieser Partei zu geschehen hat, das ist hinreichend bekannt. Hier darf man seiner Kreativität freien Lauf lassen! 2

Vergessen werden sollte dabei aber nicht, dass der Übergang in den Totalitarismus oft fließend verläuft. Hiervon zeugt nicht zuletzt der größte Überwachungsskandal since ever. Wenn dieser ein Ergebnis der bisherigen Wahlversprechen ist, so möchte ich eigentlich nicht wissen, welche Ziele die FDP mit ihrem Kandidaten Dr. Roland Rehmet, »Waffennarr« mit Gehörschutz, verfolgt. Gleichermaßen verstörend ist das Motiv von Erika Steinbach, CSU, das auf Inhalt gänzlich verzichtet.