Political Gaming: Eine Legislatur in ›Democracy 3‹

Democracy_3_Teaser

Politik und Computerspiele – Geht das denn zusammen? Sowas von! Herausgestellt in der Rubrik ›Political Gaming‹. Heute: ›Democracy 3‹.

Simulationen, die gibt’s wie Sand am Meer, von SimCity bis zum Landwirtschafts-Simulator. Staats-Simulationen sind indes noch immer eine Rarität. Ein solches Juwel bildet die Serie ›Democracy‹ von Positech Games, deren dritter Teil noch in diesem Jahr veröffentlicht werden wird.

Worum geht’s? ›Democracy 3‹ simuliert einen Staat, der vom Spieler geleitet werden will, rundenbasiert und mittels eines äußerst abstrakten Interfaces. Jeder solcher Turn repräsentiert drei Monate, der Fokus liegt auf politischen Entscheidungen, die unter Einsatz von »politischem Kapital« getroffen werden können. Dazu zählen neben dem Management von Ministern, von deren Loyalität letztlich die Höhe des ›politischen Kapitals‹ abhängt, auch die Einführung diverser Steuern, Subventionen und »Policies« sowie Grundsatzentscheidungen und Ereignisse, welche angegangen werden wollen. Wie in jedem Land gibt’s dabei unterschiedliche Wählergruppen, die wiederum unterschiedliche Interessen verfolgen und je nach Politik dem Spieler mehr oder weniger zugetan sind. Ziel ist die demokratische Wiederwahl.

Was sich nun fürchterlich komplex anhört – ist’s auch. So komplex, dass sich ›Democracy 3‹ am einfachsten an einer Legislatur erklären lässt. Ein Glück, dass Cliff Harris, Entwickler und Gründer von Positech Games, so frei war, mir für diesen Zweck Zugang zur aktuellen Beta-Version zu gewähren. Let’s roll!

»New Game«. Zur Wahl des Staates stehen zunächst die USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Australien zur Verfügung – ›Germany it is‹. Schnell zwei konkurrierende Parteien benannt, die Zeit einer Legislatur ist bereits auf 4 Jahre voreingestellt, »Term Limit« gibt’s keines. Wie auch keine Wahlpflicht, keine Monarchie, keine Erdbeben und keine Hurricanes. Vier Regler entscheiden über den Schwierigkeitsgrad: »Difficulty« (zwischen 0% und 200%), »Political Apathy«, also ›Wahlmüdigkeit‹, sowie »Innate Socialism« und »Innate Liberalism«, welche die Tendenz zu Sozialismus und Liberalismus bestimmen. Wir lassen’s bei den Standardeinstellungen, starten das Spiel – und sehen das.

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Weiße Punkte können manipuliert werden, blaue Punkte geben spezielle Informationen zu einem Thema, die aktuellen Sorgen und Nöte werden durch rote Kreise symbolisiert. In der Mitte, ganz offensichtlich: Wählerzufriedenheit und Gesamtanteil an der Bevölkerung. Über die Leiste im oberen rechten Bereich gibt’s – in Reihenfolge – den Geheimdienst, die Wählerstatistiken, eine Finanzübersicht, die sogenannten »Policies«, Achievements, Minister, Optionen, politische Parteien, News und den Klick zur nächsten Runde. Wir beginnen mit…

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