›Saarländer gegen Salafisten‹? Ein Blick auf deren Vorstellungen und Ideen.

Zusammenfassung

Zwar bezeichnen sich die ›Saarländer gegen Salafisten‹ als überparteilich, doch spiegelt sich der Einfluss der NPD in vielerlei Hinsicht wider. Was nicht überrascht, wenn man die Menschen betrachtet, die hinter dem Bündnis stehen, darunter Parteikader, Kameradschaften und deren Sympathisanten. Wie veranschaulicht wurde, entstammen so auch viele der genannten Vorstellungen dem rechten und rechtsextremen politischen Spektrum.

Thematisch erscheinen die ›Saarländer gegen Salafisten‹ breit gefächert, doch lassen sich ihre Ideen auf eine generelle Islamfeindlichkeit und ein Erstarken des Volksgedankens reduzieren. Vermischt wird dies mit ausländerfeindlichen Ressentiments, Themenfeldern der Pegida und Verschwörungstheorien aus der Szene der Reichsbürgerbewegung. Manche Positionen, darunter die Haltung zu den Kriegseinsätzen der USA oder die Direktwahl des Bundespräsidenten, scheinen zunächst plausibel, doch sind auch diese Vorschläge stets im Zusammenhang mit den Gesamtforderungen zu sehen. Mit ›freundlichen‹ Themen, wie dem Tierschutz oder Rufen nach einer Veränderung des Steuer- oder Bildungssystems wird versucht, der Bewegung ein ›sympathisches‹ Aussehen zu verleihen. Jede dieser Ideen wird allerdings mit einem Maß an Vagheit versehen, dass diese Lückenfüller als Hohlphrasen zu entlarven sind. Substanzielle Inhalte oder Begründungen für die vorgetragenen Vorstellungen finden sich nicht, stattdessen werden auf unterschiedliche Weise diffuse Ängste geschürt und Vorurteile ausgebaut.

Die menschenfeindliche Haltung des rechten Spektrums bildet so die Grundlage aller Vorstellungen der ›Saarländer gegen Salafisten‹. Die Wortwahl und die Themen gehen damit einher.