›Saarländer gegen Salafisten‹? Ein Blick auf deren Vorstellungen und Ideen.

gerechte Verteilung aller Kriegsflüchtlinge in allen europäischen Staaten, wir sind nicht das Sozialamt der Welt

»Wir sind nicht das Sozialamt der Welt«, man kann seine rechte Gesinnung kaum expliziter zur Schau stellen. Was somit unter »gerechte[r] Verteilung« vorzustellen sei, bleibt offen. Tatsache ist: Deutschland ist ein äußerst reiches Land, das diesen mit vielen Menschen teilen kann, so denn ein politischer Wille dafür vorhanden ist. Unter diesen Umständen sollte Deutschland dann – auch im Hinblick auf die Gesamtbevölkerungszahl gerechterweise – die Mehrheit der Flüchtlinge in Europa aufnehmen können. Es kann natürlich nicht daran gezweifelt werden, dass auch die EU hier größere Anstrengungen unternehmen muss, um Menschen jedweder Lage ein Leben in Würde zu ermöglichen – Italien (und in Teilen auch Spanien) werden mit dem Mittelmeer allein gelassen. Was die globale Verteilung von Flüchtlingen anbelangt, so möge eine Tabelle die Idee in Perspektive setzen, Quelle: UNHCR, The United Nations Refugee Agency, Global Trends 2013, Data Annex, Tabelle 17.

Rang Land Gesamtzahl an Refugees

1. Pakistan 1.616.507
2. Iran 857.354
3. Libanon 856.546
4. Jordanien 641.915
5. Türkei 609.938
6. Kenia 534.938
7. Tschad 434.479
8. Äthiopien 433.936
9. China 301.047
10. USA 263.662
11. Irak 246.298
12. Jemen 241.288
13. Frankreich 232.487
14. Bangladesch 231.145
15. Ägypten 230.086
20. Deutschland 187.567
21. Kanada 160.349
25. Vereinigtes Königreich 126.055

Weltweit sah die Lage am Ende von 2013 so aus, Tabelle 22.

Region Gesamtzahl an Refugees

Asien 20.074.700
Afrika 13.547.200
Lateinamerika und Karibik 5.996.100
Europa 2.667.800
Nordamerika 530.500
Ozeanien 60.100

Eine tatsächlich »gerechte Verteilung« von Flüchtlingen und Asylsuchenden würde so unzweifelhaft ein stärkeres Engagement von Deutschland, von Gesamteuropa erfordern.

Ende des Schuldkults! Gedenken wir allen Opfern der beiden Weltkriege, beenden wir aber endlich diesen unsäglichen Schuldkult, der durch unsere Politiker immer noch gefördert wird

Wie zu erwarten, sind’s die letzten ›Themen‹, bei denen die Maskerade fällt. So wird das erforderliche Hinweise auf die Verantwortung, die unserem Land aus den Taten des letzten Jahrhunderts erwächst, – zweimal – als »Schuldkult« beschrieben, der »unsäglich« sei. Wie’s eigentlich in bester Manier der braunen Parteien zu erwarten ist. Was man zugestehen möchte, ist nur das »Gedenken«, zugegeben aller Opfer, aber selbstverständlich auch unseren tapferen Soldaten, im Felde unbesiegt. Oder so. Es ist bezeichnend, dass gerade diese Menschen den Unterschied zwischen (persönlicher oder unpersönlicher) Schuld und Verantwortung nicht nennen wollen. Es erscheint mit allem Nachdruck als das Hoffähigmachen einer rechtsextremen Weltsicht. Ein Schlusswort?

gegen das links-rot-grün versiffte Gutmenschentum, für Meinungs- und Demonstrationsfreiheit

Meinungsfreiheit. Gute Schlusspointe. Über das restliche Geschwafel ist kein Wort mehr zu verlieren.